>> real*utopische Interventionen

Ausflüge in die Zukunft des Gries


Der öffentliche Raum stellt für die Kunst eine große Herausforderung dar. Im Gegensatz zu den "geschützten" Ausstellungsräumen in Galerien und Museen ist sie hier einer Summe von Einflüssen einer "realen" Umgebung ausgesetzt. In der Auseinandersetzung mit der Natur, den Bauten, dem Verkehr, den Menschen etc. entsteht das zeitgenössische Kunstwerk. Die BesucherInnen stehen vor einer ähnlichen Herausforderung wie die KünstlerInnen, sich auf diese komplexe Situation einzulassen und das Umfeld in die Betrachtung des Werkes mit einzubeziehen.

Die Künstlerlnnen haben das Projektgebiet, ein Teilbereich des Grazer Beirk Gries mit dem Griesplatz als Zentrum, besucht und ausgiebige Beobachtungen angestellt und sich dann für einen oder mehrere Orte zur Entwicklung eines Kunstwerks entschieden. Ganz bewusst war ihnen die Wahl eines Standortes frei gestellt, um die Sichtweisen der KünstlerInnen nicht von vorne herein einzuschränken.

Die künstlerischen Interventionen stellen für den jeweiligen Ort bzw. bestimmte Verhältnisse im Gries eine Utopie dar. Im Sinne dessen, dass zuerst über Funktionsweisen und Bedeutungen nachgedacht wurde, und dass diese dann in der künstlerischen Arbeit erweitert bzw. neu definiert werden. Über den jeweiligen Ort bzw. über den Gries selbst wird weitergedacht, ein Blick in eine mögliche Zukunft wird angeboten. Alle diese utopischen Ansätze sind jedoch in der Realität verankert. "real*utopia" bedeutet dem gemäß die Erzeugung einer Utopie für einen real existierenden Ort.